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Throwdown

Storie von: arne, am 28.02.2014 ]

Fünf Jahre nach „Deathless“ melden sich THROWDOWN mit einem rabiaten Album im Metal-Hardcore zurück und beschwören mit „Intolerance“ alte Stärken. Das Outlet um Frontmann Dave Peters startet sein siebtes Album programmatisch mit ,Fight Or Die‘ und setzt anschließend auf die Trademarks, mit denen es einst groß geworden ist.

 
„Die Band habe ich 1997 zunächst aus seiner Laune heraus gegründet“, resümiert der Shouter. „Anfangs gab es keine Motivation, keine Tour-Pläne und keine Karriere-Absichten. Anschließend haben wir uns zwischen „Haymaker“ bis hin zu „Intolerance“ aber doch ganz schön gemacht, ohne die Dinge zu ernst oder verbissen zu nehmen. Hardcore muss authentisch sein und Spaß machen. Daran orientiere ich mich. Alles, was ich tue, ist es, meine Ideen und Gedanken in Songs zu überführen, um die Leute zum Circle-Pit zu animieren. THROWDOWN ermöglicht mir genau das.“ Das Comeback der Band aus Orange County kommt straff und ohne Umwege auf den Punkt. THROWDOWN betreiben Aggressionsverarbeitung im Stile früherer Großtaten:

„Ob wir einen starken Einfluss auf die Entwicklung der MetalCore-Szene hatten, weiß ich nicht“, gibt sich Dave zurückhaltend. „Es gab einige Bands, die vor mehr als einer Dekade dabei geholfen haben, den Rahmen abzustecken. Spannender finde ich, wohin sich diejenigen orientiert haben, die noch immer aktiv sind. Alles, was ich sagen kann, ist, dass ich mit THROWDOWN viele tolle Erlebnisse mit und neben den Bands des MetalCore hatte. Für mich sind THROWDOWN eine Hardcore-Band. Dabei schließe ich allerdings ein, dass Hardcore nicht nur die Musik meint, sondern eine tiefer reichende Bedeutung besitzt. In dieser Szene ist die Gruppe einst entstanden und nur dank ihrer Unterstützung haben wir den Schritt heraus aus der Garage geschafft. Musikalisch klingen wir natürlich mehr nach dem Metal der 1990er Jahre als nach Minor Threat, aber mir geht es um die Einstellung und nicht die Musik.“

Den Wurzeln des HC fühlt sich der Kalifornier nach wie vor verpflichtet: „Für mich besitzen die Themen und Werte, die mich zum Hardcore gebracht haben – DIY-Ethik, Straight Edge, Zusammenhalt und die Obrigkeit zu hinterfragen – heute stärkeres Gewicht


denn je. Wohin sich die Szene entwickelt hat, kann ich nicht sagen, doch es kommt ohnehin auf die Bedeutung für einen selbst an und das, was man selbst tut.“ Der Shouter und Songwriter legt mit „Intolerance“ einen neuen Wutbrocken vor, der auf Dave Paters genauso wie auf die Hörer wirkt:

„Es sind die Riffs von Sepultura, Pantera und Slayer sowie später auch von Earth Crisis und Hatebreed gewesen, die mich animiert haben, mit THROWDOWN ähnliche Stücke zu schreiben. Wenn ich meine Aggressionen nicht gerade mit eigenen Tracks verarbeite, höre ich Bands, die es auf ähnliche Art und Weise tun. In den letzten Jahren waren das auch Lamb Of God, Crowbar und Meshuggah. Zuletzt habe ich zudem Nails für mich entdeckt. Beim Spielen unserer Songs erlebe ich genau dasselbe wie beim Hören anderer Gruppen. Neben der Musik betreibe ich seit 2010 intensiv Muay Thai, das mir ebenfalls dabei hilft, physisch und psychisch ausgeglichen zu bleiben.“ Auch wenn zwischen den letzten beiden THROWDOWN-Alben fünf Jahre liegen, ist Dave doch kontinuierlich aktiv, wie er verrät:

„Schon bevor ich mich um das Arrangieren von „Intolerance“ kümmerte, hatte ich viele Riffs geschrieben, auf denen Jarrod und ich im Studio aufsetzten. Je näher die eigentlichen Aufnahmen rückten, desto klarer zeichnete sich ab, dass die Songs simpel und geradlinig sein und die Vocals sehr hart klingen würden. Diese Ausrichtung fühlte sich einfach richtig an, zumal wir die Spielzeit kurz halten wollten.“

Mit Jarrod ist Schlagzeuger Jarrod Alexander (American Nightmare, Suicide File) gemeint, der die Tracks zwar eingespielt hat, jedoch nicht fest zum Line-Up gehört. Neben Frontmann Dave Peters zählt allein Bassist Mark Mitchell als reguläres Mitglied; auf Konzerten helfen derzeit Demon Hunter-Drummer Tim Watts und Gitarrist Dave Nassie (u. a. Bleeding Through) aus.

 
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