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More Than A Thousand

Storie von: arne, am 18.02.2014 ]

Die Wurzeln von MORE THAN A THOUSAND liegen in Portugal, doch inzwischen agiert die Gruppe von Großbritannien aus, wo sich für die Musik-Karriere bessere Chancen bieten. Der Modern-Metal des neuen Albums „Vol. 5 – Lost At Home“ ist an die US-Ostküsten-Szene und Bands wie Killswitch Engage, Trivium und All That Remains angelehnt, wenn er NeoThrash-Grooves, melodische Death-Parts und heftige Core-Passagen unterhaltsam zusammen bringt.

 
„Leute, die sich näher mit den Sub-Genres der Heavy-Sparte auskennen, bezeichnen uns als MetalCore. Andere, die aus dem Pop stammen, sagen, wir seien laut und hart. Fans des extremen Metal empfinden uns hingegen als eher soft“, benennt Gitarrist Filipe das Spektrum der Beschreibungen, dem sich seine Band ausgesetzt sieht. „Doch wie immer die Leute uns beschreiben, ist es okay für uns. Es bedeutet ja, dass sie sich mit uns beschäftigt haben. Im Songwriting lassen wir uns vom Moment inspirieren. Entsprechend verschieden klingen und wirken unsere Stücke.“ Der Heavy-Mix von MORE THAN A THOUSAND ist zwingend als gefällig zu beschreiben, was Filipe zufolge kein Zufall ist:

„Charakteristisch für unseren Sound sind die vielen Melodien und das cleane Singen. Beides trägt dazu bei, gute Songs entstehen zu lassen. Bei uns gibt es mehr als nur einige harte Riffs und Beatdowns, womit sich andere Gruppen begnügen. Wir legen auch Wert auf ihre Einbettung und überführen die modernen Elemente unseres Stils in einen traditionellen Rahmen. Am Ende des Tages fängt man die Herzen der Leute mit guten Chören und Hooklines. Darauf setzen wird.“ Ausgehend von ihren einschlägigen Tour-Erfahrungen wissen die Wahl-Briten, was für sie am besten funktioniert: „Im Songwriting antizipieren wir unser Live-Spiel“, bestätigt der Gitarrist die Vermutung. „Daran richten wir uns aus, denn nach der Arbeit im Proberaum und Studio müssen wir auf der Bühne abliefern. Dort leben wir uns Emotionen aus und lassen die Energie raus, die in uns ist. In unserer Karriere gab es schon einmal eine Zeit, in der wir darauf verzichteten, Heavy-Songs zu schreiben. Damals hatten wir bei unseren Konzerten kaum noch Spaß. Als wir


dann wieder häufiger und länger auf Tour gingen, kamen auch die aggressiven Songs zurück. Sie zeichnen uns aus und sind die Basis unserer Band. Heute wissen wir das.“

Für ihr Songwriting haben MORE THAN A THOUSAND die nötigen Lehren gezogen: „Wir halten es einfach und pragmatisch“, erläutert Filipe. „Die Mischung aus brachialen und eingängigen Momenten funktioniert für uns prima. Auch textlich geht es bei uns aufrichtig und bodenständig zu. Die Texte beschäftigen sich mit Freundschaften, Träumen und den alltäglichen Schwierigkeiten, denen wir alle begegnen. Darin können sich viele Leute wiederfinden. Die Essenz unseres Sounds zieht sich über alle unsere Veröffentlichungen. Das sind große Chöre und Riffs. „Vol. 5 - Lost At Home“ ist das erste Album mit unseren neuen Mitgliedern an Schlagzeug und Bass. Dadurch klingt das Album unweigerlich anders, doch die Verbindung zu den Vorgängern ist gegeben. Weiterentwickelt hat sich vor allem unser handwerkliches Vermögen.“

Zudem haben MORE THAN A THOUSAND in Steamhammer Records das bislang größte Label hinter sich, wovon sich der Gitarrist einiges verspricht: „Mit dem neuen Album und dem Support unseres neuen Labels hoffen wir, uns Türen in neue Märkte öffnen zu können – etwa nach Nordamerika. Dort waren wir bislang noch nicht auf Tour, was ein Traum von uns ist. Ein Vorzug, wenn man Teil einer Band ist, ist es, dass man herum kommt und Orte kennen lernt, die man sonst niemals gesehen hätte. Hoffentlich bieten sich uns mit „Vol. 5 - Lost At Home“ neue Chancen.“

Auf der anstehenden Frühjahrs-Tour mit Chelsea Grin, The Browning und Silent Screams kann man sich in Kürze von den Live-Qualitäten von MORE THAN A THOUSAND überzeugen.

 
 Links:
  morethanathousand.co.uk
 
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