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Upon A Burning Body

Storie von: arne, am 13.02.2014 ]

Die aus San Antonio stammenden UPON A BURNING BODY pflegen einen modern-extremen Deathcore, der partiell sehr technisch ausgerichtet ist; in vielen Momenten dank des Einsatzes von Clean-Vocals und Synthies aber auch einen ausgeprägten Eingängigkeitswert erfährt. Unterhaltsam ist das Spiel der Texaner, die über Sumerian Records (u. a. The Faceless, Born Of Osiris, Veil Of Maya) veröffentlichen, sowieso.

 
Das derzeit noch aktuelle, zwei Jahre alte Zweitwerk „Red. White. Green.“ erinnert in seinen brutalen, kompromisslosen Momenten an Whitechapel und Suicide Silence, während die Beatdowns, Breakdowns und Gang-Shout-Outs denen von The Acacia Strain und Despised Icon in nichts nachstehen. Der Deathcore des Quintetts kommt ausgewogen und in einem songdienlichen Gerüst. Der Vortrag von UPON A BURNING BODY überzeugt dabei mit Spielwitz und sympathischer Dreistigkeit. Diese Kombination sorgt für erinnerbare Momente und grenzt die Band in ihrer Extrem-Metal-Sparte ab. Frontmann Danny Leal gibt sich im Gespräch bescheiden, was die eigenen Ziele und die bisherige Entwicklung seiner Gruppe anbelangt:

„Für uns hat sich seit 2005 nicht viel verändert. Als Band versuchen wir, so viele Hörer wie möglich anzusprechen, indem wir die Musik spielen, die wir lieben. Unsere Wurzeln liegen im Metal, denn mit ihm sind wir aufgewachsen. Doch auch moderne Stile üben einen starken Eindruck auf uns aus, was unsere Songs erkennen lassen. Als Musiker haben wir viel Spaß und wollen diesen mit unseren Hörern teilen. Deshalb achten wir live bewusst darauf, was besonders gut bei den Leuten ankommt. Diese Aspekte versuchen wir später mit neuen Stücken weiter zu verstärken.“ Stilistisch fasst der Shouter die Verortung von UPON A BURNING BODY kurz:

„Es liegt nahe, uns in der Deathcore-Richtung einzuordnen, doch uns reicht Metal ohne weiteren Zusatz vollkommen. Angesichts der ganzen Sub-Titel wissen einige Leute längst nicht mehr, was unter diesem oder jenem zu erwarten ist. Da wir heavy aufspielen, trifft es Metal allemal, finde ich.“ Das ist dann aber doch schon zu einfach gehalten, denn ohne Affinität für moderne Heavy-Crossover-Klänge kommt man bei den Texanern nicht weit. Der zugrunde liegende Anspruch zielt dabei auf maximale Reichweite, wie Danny Leal verrät: „Unsere Songs mögen nicht immer so klingen, doch es bedeutet für uns harte Arbeit, solch mitreißende und lockere Stücke zu schreiben. Da wir möglichst viele Leute ansprechen und für Aufsehen sorgen wollen, müssen wir alles geben, damit das aufgeht. Wir wissen, was wir wollen und wie wir unsere Ideen umsetzen können. Wir ziehen unser Ding durch und schauen, wohin uns das führt. Dass wir darauf schauen, was bei den Leuten ankommt und solche Elemente verstärken, hilft uns dabei, unseren Aktionsradius zu erweitern. Mit jedem Song wollen wir frischer und besser klingen und weitere Hörer für uns gewinnen.“

Mit Planung und Kalkül hat das beschriebene Vorgehen weniger zu tun, als es zunächst scheint. „Wir hören in uns hinein und leben uns in unseren Songs


voll aus“, so der Shouer. „So sind UPON A BURNING BODY zu dem geworden, was wir heute darstellen. Dass wir mit unserem Vorgehen richtig liegen, beweist das Feedback, das wir einfahren. Der Zuspruch lässt uns weiter machen. Natürlich gibt es Momente, in denen wir abwägen müssen, was zu tun ist. Auch kleine Entscheidungen können unsere Zukunft nachhaltig beeinflussen. Doch bislang sind wir immer gut damit gefahren, auf unsere Intuition zu vertrauen. Das gilt sowohl für den kreativen Bereich als auch für die Business-Seite der Band.“ So schützt sich das Quintett aus San Antonio davor, kreativ zu überdrehen und zu viel auf ein Mal zu wollen:

„Viele Künstler versuchen abgefahrene, verrückte Sachen, um aufzufallen. Man darf die Leute aber nicht überfordern und es überreizen“, weiß Danny. „Am Ende funktionieren rohe Aggression und simple Arrangements meistens am besten. Für unsere Band haben wir einen Weg gefunden, dem wir folgen und der es uns ermöglicht, voran zu gehen und Neues auszuprobieren, aber doch auf erprobte Muster zurück zu greifen.“ Vor dem Hintergrund, dass „Red. White. Green.“ bereits seit knapp zwei Jahren auf dem Markt ist, ist neues Material von UPON A BURNING BODY längst überfällig. Das Ende der Durststrecke ist tatsächlich in Sicht, auch wenn sich der Frontmann noch bedeckt hält: „Zum jetzigen Zeitpunkt will ich noch nicht viel verraten, doch wir haben unser nächstes Album schon aufgenommen. Eines kann ich versprechen: eure Kiefer werden vor Staunen nach unten klappen. Die Ausrichtung der neuen Songs ist unglaublich und wird für Furore sorgen.“ Da schon der bisherige Output der Texaner nichts zu wünschen übrig lässt, schürt diese Ankündigung innerhalb der heterogenen Fan-Basis der Extrem-Gruppe unweigerlich Vorfreude:

„Für uns interessiert sich eine bunt durchmischte Hörerschaft“, weiß Shouter Danny Leal. „Von jungen Kids, die den aggressiven Metal gerade erst für sich entdecken, bis hin zu gestandenen älteren Metalheads haben wir auf unseren Konzerten schon jeden gesehen. Wenn es nach mir geht, bleibt das auch zukünftig so. Wer aufrichtigen Metal schätzt, sollte mit uns umgehen können.“ Das gilt auch für all diejenigen, die einen modern-extremen Sound suchen, der auf viel Bauchgefühl basiert und Ausdruck einer Fan-Perspektive ist, wie sie bei A BURNING BODY vorliegt:

„Für uns ist es nach wie vor eine große Ehre, mit Bands zu touren, zu denen wir früher aufgeschaut haben und vor Leuten zu spielen, die unsere Songs mitsingen. Das ist verrückt und unglaublich zugleich. Wenn unsere Helden dann auch noch auf uns abfahren, ist das das Größte für uns.“

 
 Links:
  facebook.com/uponaburningbody
 
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