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Scarred By Beauty

Storie von: arne, am 06.09.2013 ]

DAS GLAS IST HALB LEER. Die dänische Band überrascht auf ihrem Zweitwerk mit einem überarbeiteten Sound und pessimistischen Blick auf die Welt. Der Metal tritt bei SCARRED BY BEAUTY zugunsten einer stärkeren Gewichtung des Hardcore in den Hintergrund. Verantwortlich dafür ist die desillusionierte Weltsicht der Musiker, die auf ihrem neuen Album ihren emotionalen Nullpunkt adressieren.

 
„Cape Zero“ ist musikalisch deutlich mehr Hardcore als „Sutra“, das stimmt“, bestätigt Sänger Jonathan Albrechtsen. „Das ist das Ergebnis unseres Entwicklungsprozesses. Wir haben erkannt, dass wir uns im Hardcore-Umfeld deutlich wohler als im Metal fühlen. Das hat sich mit der Zeit immer stärker heraus kristallisiert. Für das neue Album hatten wir geplant, dunklere und schwerere Songs zu schreiben. Nach der Veröffentlichung unseres Debüts galt es einige Rückschläge zu verarbeiten – sowohl als Band als auch als Individuen. Die Songs sollten das widerspiegeln. Das Ergebnis heißt „Cape Zero“ und ist tatsächlich um einiges dunkler und schwergewichtiger ausgefallen. Wenn man älter wird, erscheint einem die Welt jeden Tag ein wenig dunkler und man nimmt zunehmend die weniger schönen Seiten des Lebens wahr. Das Album ist unsere Art, diese Erkenntnis zu verarbeiten.“

Entsprechend aufputschend, ernüchternd und spannungsgeladen fallen die elf Songs des Zweitwerks aus: „SCARRED BY BEAUTY ist unsere Plattform, um Dampf abzulassen. In unseren Songs verarbeiten wir unsere Erfahrungen mit der Welt und halten uns dabei nicht zurück“, führt der Frontmann weiter aus. „Unter einer anderen Prämisse könnte ich keine Songs schreiben.


Die Band bietet uns die Möglichkeit, allein wir selbst zu sein und uns so zu präsentieren, wie wir sind; wie wir denken und fühlen. Es hat sehr viel Kraft gekostet, an den Punkt zu gelangen, an dem wir heute sind. Um nichts in der Welt werden wir das wieder aufgeben.“

Stilistisch setzen die Kopenhagener auf eine intensive Mischung aus Post-Hardcore, frickligen Passagen und vorwärts gerichtetem Prog-Metal. Intuition und Kopflastigkeit treffen auf „Cape Zero“ aufeinander, weshalb das Album als Querschnitt aus BURST, BURNT BY THE SUN und GOJIRA zu beschreiben ist, nur dass das Ergebnis im HC verortet bleibt:

„Wir verstehen uns als Hardcore-Band“, erklärt Jonathan bestimmt. „Natürlich finden sich bei uns auch Metal-Elemente und andere Dinge, aber die Mehrzahl der Parts, die wir spielen, sind meinem Verständnis nach Hardcore. Diesem Genre fühlen wir uns am stärksten verbunden. Bei SCARRED BY BEAUTY haben wir die DIY-Attitüde tief verinnerlicht, die Ideale und alles, was damit zusammen hängt. Auch deshalb sind wir vor allem in Richtung Hardcore zu rücken, weniger in andere Lager. Dass unser Sound tendenziell zwischen den Stühlen angesiedelt ist, wissen wir, doch um ehrlich zu sein, ist es uns egal, als was die Leute uns bezeichnen, solange sie uns überhaupt hören.“

 
 Links:
  http://de-de.facebook.com/scarredbybeauty
 
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