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The Black Dahlia Murder

Storie von: arne, am 23.05.2013 ]

Einem präzisen Uhrwerk gleich erscheint das neue Album von THE BLACK DAHLIA MURDER, „Everblack“, wiederum zwei Jahre nach seinem Vorgänger „Ritual“. Auf dem Nachfolger des bislang erfolgreichsten Werks der Band aus Detroit setzen Shouter Trevor Strnad & Co. neuerlich auf den dynamischen Wechsel extremer Death-Vorstöße und melodisch-eingängiger Passagen, die sich einprägen. Feine Details und zwei Neuzugänge bescheren der sechsten Platte des Quintetts einen deutlichen Qualitätssprung.

 
„Das Mastering haben wir gerade vor zwei Tagen beendet“, erzählt der gut gelaunte Trevor am Telefon. „Das Album ist komplett fertig, und jetzt gilt es, die anderen Dinge rund um das Release vorzubereiten. Es soll etwa eine Deluxe-Box in Form eines Grabsteins geben, da auf dem Album-Cover einige Gräber abgebildet sind. Das steigert die Vorfreude für uns umso mehr. Der Prozess, „Everblack“ zu schreiben und aufzunehmen, hat seine Zeit gefordert und war intensiv. Nebenher mussten wir zwei neue Band-Mitglieder integrieren, die nun zum ersten Mal auf einem Album mit dabei sind. Es ist also höchste Zeit, den Fans eine Idee davon zu vermitteln, was sich bei uns getan hat und wie die neue Platte klingen wird.“ Die Verpflichtung des früheren Despised Icon-Mitgliedes Max Lavelle als neuen Bassisten, war bekannt. Die Position des Schlagzeugers ist inzwischen auch fest besetzt, wie der Frontmann voller Stolz bestätigt:

„Alan Cassidy hatte zuvor schon die letzten beiden Touren mit uns absolviert. Er ist killer, obwohl er noch so jung ist. Doch sein Talent und seine Fähigkeiten sind unglaublich. Er hat unseren Sound merklich voran gebracht und uns zu einem besseren Stil verholfen. Beim Songwriting war es zunächst noch nicht beteiligt. Als sich dann heraus kristallisierte, dass er ganz einsteigt, hatte er vor den Aufnahmen ausreichend Zeit, die Songs zu lernen und seinen eigenen Twist und seine Ideen einzubringen. Unter Druck arbeitet er besonders gut. Die große Aufgabe hat er bravourös gemeistert. Alan kannte ja schon unsere alten Sachen und war von Abigail Williams her ähnliches gewöhnt. Dort ist er uns aufgefallen. Als sie sich aufgelöst haben, fragte unser Gitarrist Ryan, der früher auch mal bei Abigail Williams gewesen ist, gleich bei ihm an. Der Rest ist Geschichte und wir sind froh, ihn jetzt fest in unserem Line-Up zu haben.“

Der Einstieg des talentierten Drummers ist zeitlich super getimt, denn seit dem durchschlagenden Erfolg von „Ritual“ interessieren sich viele Leute für THE BLACK DAHLIA MURDER: „Das stimmt, und sie sind gespannt, zu erfahren, wie es bei uns weiter geht“, so der Shouter. „Für die Band war gerade dieses Album ein wichtiger Etappenschritt. Aufgrund der personellen Wechsel fragen sich die Leute nun, ob es uns möglich ist, an „Ritual“ anzuknüpfen und uns zu steigern. Das kann ich bestätigen, auch wenn ich in meiner Wertung voreingenommen bin. Doch seit die Platte fertig ist, höre ich sie ununterbrochen und teste sie auf Schwachstellen ab. Bislang sind mir noch keine aufgefallen. Es ist unser eingängigstes Album, das dennoch schön hart ist. Die Fans werden es lieben.“ Trevor Strnad verspricht


nicht zu viel. Entstanden ist ein für die Band typisches Werk, das wie seine Vorgänger extreme und verträgliche Passagen in einem guten Mischungsverhältnis verbindet:

„Brutalität, Technik und einprägsame Hooks und Chöre sind schon immer die Grundlage unseres Sounds gewesen. Dazu gibt es Soli und verrückte Sachen, um nicht zu berechenbar zu sein. In dieser Hinsicht ist „Everblack“ tatsächlich ein typisches THE BLACK DAHLIA MURDER-Album. Es finden sich aber auch neue Akzente. So melodisch sind wir bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Ryan Knight, unser Gitarrist, erhält viel mehr Raum, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Es gibt deutlich mehr Soli. Ausgehend von dem, was wir mit „Ritual“ gelernt haben, gehen wir weiter. Das Material ist sehr variabel und frisch angelegt. Die einzelnen Songs setzen sich deutlich voneinander ab. Wir bringen zusätzliche Instrumente ein, um bestimmte Parts zu highlighten. Es passiert also eine Menge, so dass die Leute nicht anders können werden, als das komplette Album am Stück zu hören.“

Über die Zeit ihres Bestehens hinweg sind die Musiker aus Detroit individuell stetig besser geworden, was ebenfalls zum Ergebnis beiträgt. Insbesondere der Einstieg von Ryan hat der Band 2009 einen merklichen Schub gegeben. Seither sind THE BLACK DAHLIA MURDER eine Macht, mit der zu rechnen ist: „Man soll ja auch hören, dass wir es sind, die aufspielen“, erwidert Trevor. „Worin wir gut sind, wissen wir. „Everblack“ ist unser sechstes Album. Wir sind dankbar für die Chance, von den Fans immer noch unterstützt zu werden. Das anhaltende Interesse stachelt uns an. Pausen gönnen wir uns nicht. Wir sind kontinuierlich auf Tour und veröffentlichen alle zwei Jahre Platten. Neues Material hilft, im Gespräch zu bleiben und sich in den Köpfen der Leute zu verankern. Die Entdeckerfreude kommt bei den Musikern dabei ebenfalls nicht zu kurz. Dieses Jahr werden THE BLACK DAHLIA MURDER tatsächlich die Punk-Tour überhaupt, Vans Warped, spielen:

„Ich verstehe es als Vorteil für uns, dass wir die mit Abstand extremste Band sein werden“, zeigt sich der Sänger zuversichtlich. „Dadurch fallen wir unweigerlich auf. Uns bietet sich die Möglichkeit, vor tausenden von Leuten zu spielen, die uns vielleicht noch gar nicht kennen, weil sie sonst keinen Metal hören. Solange sie aufgeschlossen sind, sollte es passen. Auf unseren Konzerten treffen sich schon jetzt jung und alt, kurzhaarige und langhaarige Leute. Einige Punk-Kids sind auch darunter. Wir nehmen es für uns in Anspruch, Genre-Grenzen zu überwinden und neue Wege einzuschlagen. Die Van Warped-Tour zu spielen, ist da nur konsequent.“

 
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