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Purgatory

Interview von: arne mit René, am: 01.01.2013 ]

Später als erhofft ging es für die Death Metaller von PURGATORY erst im Winter 2012 zu Patrick W. Engel in den Temple Of Disharmony, um ihr neues Album „DEATHKVLT – Grand Ancient Arts“ einzuspielen. Schlagzeuger Lutz hatte sich im September kurz vor dem geplanten Studio-Termin das Sprunggelenk verletzt und musste zunächst genesen. Gitarrist René gewährt Einblick in die Entstehungsphase der neuen Platte.

 

Musicscan: Zunächst einmal: Wie geht es Lutz nach seinem Unfall? Ist alles wieder gut, was ist überhaupt passiert?

Purgatory: Bei Lutz ist zum Glück alles wieder in bester Ordnung. Er hat sich kurz vor dem geplanten Studiotermin im September bei einem Arbeitsunfall das Sprunggelenk verletzt. Dies machte es ihm natürlich unmöglich, Schlagzeug zu spielen, sodass wir den Termin kurzfristig absagen mussten. Solche Sachen passieren halt leider, aber nun sind wir im Studio und können das neue Album endlich einspielen.

Musicscan: Wie hat die Band den Schock, der der Unfall bestimmt gewesen ist, verdaut? Inwiefern wirkt sich das vielleicht auf das nun später umgesetzte Deathkvlt - Grand Ancient Arts aus?

Purgatory: Das war natürlich erst einmal ein herber Rückschlag für uns. Wir hatten schon konkrete Pläne, was Promotion und Releasedate betrifft, die wir nun über den Haufen werfen konnten. Aber die Gesundheit hat natürlich Priorität und wir hatten noch Glück, dass der Heilungsprozess recht schnell von statten ging. Trotzdem haben wir während dieser „Auszeit“ weiter an den Songs gearbeitet, denn wir wollten unbedingt vermeiden, nach diesem Rückschlag in ein tiefes Loch zu fallen. Jetzt schauen wir nach vorn, nehmen das Album auf und werden dann in Zusammenarbeit mit War Anthem Rec. das Releasedate festlegen.

Musicscan: Ach ja, auch vorab: Sicherlich informiert Ihr, was über Euch und Eure Platte geschrieben wird und wie Ihr ankommt. Was ist Euch hinsichtlich der Wahrnehmung von Necromantaeon besonders im Hinterkopf geblieben. Haben die Leute die Platte so aufgenommen und verstanden, wie Ihr es gehofft habt? Gab es Kritik, die Ihr als berechtigt annehmt, welche? Habt Ihr diesbezüglich etwas im Songwriting berücksichtigt, anders gemacht?

Purgatory: Wir haben von Fans und Presse sehr viel positives Feedback zu "Necromantaeon" erhalten und natürlich ist es auch interessant zu lesen und zu hören, wie andere über die eigene Musik denken. Jedoch gehen wir mit keiner bestimmten Erwartungshaltung daran und wir machen uns auch keine Gedanken darüber, ob die Leute unsere Musik "verstehen". "Necromantaeon" repräsentiert den Stand der Band PURGATORY seit dem Jahr 2011 und wir sind mit diesem Album zu 100% zufrieden. Kritik könnten wir sicher nachvollziehen, wenn es um die Produktion, das Layout oder dergleichen geht, aber die musikalische Ausrichtung bleibt letztlich vollends unsere Sache. Der Songwritingprozess verlief daher wie gewohnt: Wir treffen uns gemeinsam im Proberaum und die Songs entstehen dann während ausgedehnter Jam-Sessions. Dabei planen wir unsere Musik nicht oder stellen sie unter ein bestimmtes Ziel, sondern wir verlassen uns vollkommen auf unser Bauchgefühl.

Musicscan: In dieser Richtung weiter: Wie wichtig ist Bestätigung für Euch als Band? Seht Ihr es als selbstverständlich an, Feedback einzufordern oder ist es am Wichtigsten für Euch, einzig und allein genau das zu tun, was sich richtig anfühlt – ganz gleich, was andere davon halten?

Purgatory: Wie bereits erwähnt, verlassen wir uns sehr auf unsere Intuition. Wir tun also Letzteres: das, was sich für uns richtig anfühlt. Bestätigung von außen dafür zu erhalten, fühlt sich natürlich gut an, aber darum geht es uns nicht. In allererster Linie machen wir diese Musik für uns. Selbst wenn kein Mensch mehr auf der Welt etwas für Death Metal übrig hätte, würden wir ihn trotzdem noch spielen, solange das Feuer in uns für diese Art von Musik weiter lodert. Da es aber genügend Maniacs da draußen gibt, die ähnlich denken und ticken wie wir, bringen wir unseren Death Metal natürlich auch unters Volk und versuchen weiterhin, die Szene so gut zu unterstützen, wie es nur geht.

Musicscan: Beschreibt doch bitte das Grundgefühl, mit dem ihr Deathkvlt - Grand Ancient Arts geschrieben habt und es nun einspielt. Was überwiegt – Vorfreude, Selbstbewusstsein, Erwartungsfreude, Unsicherheit, Zweifel,…?

Purgatory: Zurzeit sind wir noch mit dem Aufnahmeprozess beschäftigt. Wir sind vor allem gespannt auf das, was wir gemeinsam mit Patrick W. Engel als Produzent noch alles aus den Songs herausholen können. Weiterhin war die intensive Phase des Songwritings bei "DEATHKVLT - Grand Ancients Arts" enorm lang, außerdem ist es das dritte volle Album, welches wir mit einem konstanten Line-up geschrieben haben. Jeder kennt die Arbeitsweise des anderen und wir haben uns mittlerweile sehr gut aufeinander abgestimmt. Wir gehen also mit einem sehr guten und sicheren Gefühl an die ganze Geschichte heran. Hätten wir auch nur einen Hauch an Zweifel an den Songs, wären wir nicht ins Studio gegangen. Wir sind überzeugt, ein wirklich finsteres Stück Purgatory loszulassen.

Musicscan: …und wie ist es grundsätzlich um eure Einstellung und die Grundhaltung zur Band und Eurem Metal bestellt? Wie lässt sich das in Worte fassen?

Purgatory: Wir sind selbst große Fans und wir spielen die Musik, die wir auch hören wollen. Die Band hat über die ganzen Jahre einen sehr hohen Stellenwert in unserem Leben eingenommen und wir geben immer 100%, wenn es irgendwie um die Band geht, oder lassen es sein. Wir mögen es einfach nicht, etwas zu tun, nur damit wir es tun…

Musicscan: Weshalb habt Ihr Euch für Patrick W. Engel entschieden, inwiefern/weshalb hofft Ihr, dass er Euch weiterbringen wird und Euch optimal in Szene setzen wird?

Purgatory: Patrick ist schon seit sehr vielen Jahren ein enger Freund der Band. Er hat ähnliche Ansichten wie wir und wir ergänzen uns ganz einfach in unserer Arbeitsweise und unseren Vorstellungen von Death Metal. Außerdem ist er als Producer und Soundengineer sehr erfahren und hat eine sehr professionelle Einstellung. Das schafft Vertrauen, zumal die Produktion zu "Necromantaeon" entspannter verlief, als jemals zuvor. Daher waren wir uns, schon nachdem die Produktion zu "Necromantaeon" beendet war, sicher, dass wir auch in Zukunft weiter mit ihm zusammenarbeiten würden.

Musicscan: Zum Aufnahmeprozess: Was sind Aspekte/Punkte, die Ihr besser/andern machen wollt? Oder lasst Ihr das ohne große Pläne auf Euch zukommen und schaut, was das Ergebnis sein wird?

Purgatory: Wir haben natürlich schon unsere Vorstellungen, wie die Songs am Ende klingen sollen und diese versuchen wir dann bestmöglich im Studio umzusetzen. Jedoch lassen wir uns auch diverse Spielräume, um verschiedene Sachen auszuprobieren.

Musicscan: War es Euch beim Songwriting wichtiger, mit Deathkvlt - Grand Ancient Arts ein möglichst rundes Ergebnis abzuliefern oder Euch selbst und die Hörer zu überraschen?

Purgatory: In erster Linie wollen wir wieder ein Album abliefern, welches uns zufrieden stellt. Wir haben uns (wie schon erwähnt) zum Großteil auf unser „Bauchgefühl“ verlassen und uns nicht wirklich etwas vorgenommen bzw. festgelegt. Das Grundrezept sind immer noch viel Geduld und Ausdauer. Man probiert viel aus und verwirft es am Ende doch wieder. Man arbeitet kontinuierlich an den Songs, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt ist. Jeder Song auf dem Album soll für sich stehen können, aber sich letzten Endes doch in das Gesamtbild einfügen können.

Musicscan: Gibt es irgendwelche grundlegenden Überlegungen, die man kennen sollte, um ein besseres Verständnis für Deathkvlt - Grand Ancient Arts entwickeln zu können?

Purgatory: Grundsätzlich kann man sagen, dass jeder, der etwas mit ursprünglichem, brachialem und finsterem Death Metal anfangen kann, sicher Gefallen an dieser Scheibe finden wird. Wir selbst sehen dieses Album als logische Weiterentwicklung von "Necromantaeon". "DEATHKVLT - Grand Ancient Arts" ist hierbei als Ganzes nochmal eine Ecke atmosphärischer und düsterer ausgefallen. Da wo wir 2011 aufgehört haben, machen wir 2012/2013 weiter. Einen abschließenden Kommentar kann man natürlich erst geben, wenn die Produktion vorüber ist.

Musicscan: In aller Kürze: Wofür stehen Purgatory anno 2012/2013, worauf darf man sich freuen?

Purgatory: PURGATORY steht seit jeher für pure Death fuckin' Metal! Daran hat sich bis heute nichts geändert und dies wird auch in Zukunft so sein.

 
 Links:
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