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Unhale

Storie von: arne, am 02.12.2012 ]

Immer wieder totgesagt, erfreut sich der MetalCore nach wie vor großer Beliebtheit. Die Crossover-Spielart zwischen diversen Metal-Spielarten und Hardcore-Elementen bietet ja auch vielfältige Kombinationsmöglichkeiten und reißt mit, wenn sie mit Leidenschaft und der nötigen Intensität gespielt wird. Die aus Österreich stammenden UNHALE sind seit sechs Jahren unterwegs und legen mit „Human Race“ ihren zweiten Longplayer vor.

 
„Wir sechs sind froh, einen Stil gefunden zu haben, der all das kombiniert, was wir gerne machen. Natürlich ist es okay, uns mit MetalCore in Verbindung zu bringen, da wir zahlreiche MetalCore-Elemente in unseren Songs haben. Es ist aber auch immer schön, wenn Hörer erkennen, dass bei uns noch viele andere Musikrichtungen einfließen, sei es Death Metal, Hardcore, Punk oder auch Power Metal-Riffing. Das ist der Teil unserer Musik, von dem wir behaupten, uns abzuheben.“

Die Österreicher haben die Bühnen bereits mit Genre-Größen wie Unearth, Evergreen Terrace und The Ghost Inside geteilt und sich von ihnen abgeschaut, was es braucht, um professionell, verdichtet und unterhaltsam aufzutreten. Entsprechend variabel und partiell hymnisch ist das neue Album von UNHALE angelegt:

„Das Feedback war zu 99 Prozent gut. Auf Konzerten merken die Leute sehr genau, dass mehr dahinter steckt als nur stumpfe MetalCore-Standards. Die mag von uns übrigens auch keiner! Abgesehen davon liefern wir auf der Bühne nicht dieses „um jeden Preis posen und tough wirken“-Ding ab. Wir haben einfach Spaß an der Musik und das Publikum merkt das. Es ist eine schöne Bestätigung, es richtig gemacht zu haben, wenn die Leute uns nach Shows auf die Schultern klopfen und die Performance loben. Schade ist, dass sich Review-Schreiber oft darauf beschränken, dass wir MetalCore spielen, anstatt zu bewerten, wie dieser gemacht ist.“

Auf „Human Race“ tritt das Sextett mit einer dicken, auf die Spitze getriebenen Produktion an. So kommen die Breakdowns, Mosh-Parts, Tempo-Salven und melodischen Passagen mit maximaler Durchschlagskraft zur Geltung. Die erstmalige Einbeziehung externer Helfer zahlt sich aus:

„Die Erwartungen waren riesig, deshalb haben wir richtig viel Kohle investiert. Von Beginn an war klar, dass dieses das Album sein wird, mit dem man UNHALE in Zukunft in Verbindung bringen wird.


Gelernt haben wir essenzielle Dinge wie die Notwendigkeit einer guten Pre-Production, die Beteiligung eines Producers und vor allem fix und fertig durchdachte Songs. Noch im Studio haben wir vieles geändert. Manche Lieder sind nicht mehr ansatzweise das, was sie in ihrer Ursprungsform gewesen sind. Mit der Unterstützung von Alex Dietz (Heaven Shall Burn), der das Album gemixt und gemastert hat, und Toni vom Principal Studio in Münster hat alles super funktioniert. Wir wissen nun, dass unglaublich viel Arbeit und Zusammenhalt zur Produktion einer CD gehört. Unsere früheren Releases sind allesamt „Lieder, die wir für Konzerte geschrieben haben“ gewesen, die wir aufgenommen und eigenständig herausgebracht haben. Mit „Human Race“ haben wir zu dem Faktor, dass die Lieder live reinhauen sollen, es auch geschafft, dass die Songs alles zerhacken, was neben ihnen steht.“ UNHALE haben ihre Riffs, Melodien und Refrains mit Wiedererkennungswert versehen, und an der nötigen Aggressivität mangelt es natürlich ebenso wenig:

„Wir spielen das, was uns gefällt. Andernfalls würden wir es nicht als gut befinden und veröffentlichen. Wir hoffen schon, dass es den Leuten dann auch gefällt, würden aber nicht Post-Hardcore oder derartiges Zeug spielen, nur um besser anzukommen.“ Veränderungen hat es im Vorfeld von „Human Race“ durchaus gegeben, doch diese sind nachvollziehbar:

„Ein großer Unterschied zu unseren früheren Releases besteht im Weglassen von jeglichem Clean-Gesang. Wir haben uns darauf geeinigt, dass diese Parts das rausnehmen, was wir wollen - nämlich von Anfang bis Ende alles nieder zu hauen. Die melodischen Gitarren-Riffs nehmen den Songs ein wenig Tempo und Aggression, mindern aber nicht den Druck. Wir haben stark melodische Teile geschrieben, die wir unbedingt auf dem Album haben wollten, doch selbst der punkigste Riff ist begleitet von Shouts und hartem Drumming.“

 
 Links:
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