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A Death For Every Sin

Storie von: arne, am 19.02.2003 ]

Von Beginn an zogen A DEATH FOR EVERY SIN große Aufmerksamkeit auf sich. Zurecht, denn die Kanadier rocken und sind im Tough-Guy-Metal-Sektor im vorderen Drittel anzusiedeln. Die Jungs arbeiten derzeit an einer neuen MCD und werden im März hier in Europa touren. Grund genug der Band einige Fragen zu schicken.

 
Kanadische Bands haben es schwerer als ihre Kollegen aus den Staaten, egal welchem Stil sie auch nachgehen. Vor allem sind es Emo- und Punk-Bands die überregionale Beachtung auf sich ziehen können; man denke etwa an Grade, By A Thread & Always Outnumbered. Der MetalCore-Sektor ist zwar rege ausgeprägt, doch bekommt man davon hier in Europa nur wenig mit. Strain waren einst Kanada’s Aushängeschild im New School, doch das liegt Jahre zurück. Die christliche Hardcore-Szene um Figure Four ist gut etabliert und über die Grenzen hinweg bekannt. Die Old-School-Fahne halten seit kurzem No Warning hoch und mit Bands wie A DEATH FOR EVERY SIN gibt es darüber hinaus noch Acts, die einfach nur unglaublich fett sind.

“In A Time Where Hope Is Lost“ hieß ihr Debüt-Album, das im letzten Jahr über Alveran veröffentlicht wurde. Das Quintett läßt es darauf ordentlich krachen und fährt eine brutale Mischung aus fiesen Breakdowns, schnellen Parts und einer ordentlichen Portion Mosh; eine überdeutliche Metal-Edge ist damit natürlich impliziert. Nach der vielbeachteten "God`s Final Descent" CDep konnten sich ADFES mit ihrem Debüt problemlos in der Spitzenklasse des Tuff-Guy-Metals festsetzen. Derzeit arbeitet die Band aus Montreal an einer neuen MCD, um dann zwischen dem 14. und 23. März in Europa zu touren. Das sollte man sich nicht entgehen lassen, denn die Kanadier hauen live wohl noch stärker auf die Kacke als auf Platte. Man hat’s hier mit oberknalligem Hardcore zu tun, den ein großer Mailorder zurecht als „Pflichtveranstaltung des Alveran-Tuff-Guy-Sounds“ beschrieb. Heruntergebrochen bezieht sich das natürlich auf straighte Riffs, ausgiebige Mosh-Parts und einen zutiefst wütenden Shouter; kurz: kickenden Metal-Sound.

A DEATH FOR EVERY SIN-Gitarrist Fred sieht das ein wenig anders: „Wir sind eine Hardcore-Band. Das ist uns wichtiger als alles andere. Wir haben schon eine deutliche Metal-Schlagseite, ja, aber wir sind bestrebt eine Hardcore-Band zu bleiben und wollen keinesfalls in den Metal wechseln.

“ Nun gut, der von mir vorgeschlagenen Sound-Umschreibung als Hatebreed meets All Out War meets Integrity meets Merauder stimmte er jedendoch zu, auch wenn das für ihn noch lange nicht Tuff-Guff bedeutet: „Wir sind mit Sicherheit keine Tuff-Guy-Band, auch wenn wir harte Musik spielen. Diese Bezeichnung mag ich überhaupt nicht, schließlich sind wir Hardcore-Kids, die nicht einfach nur rumposen. Wir wollen weder tuff sein noch klingen. Heutzutage gibt es zu viele Bands, die die Hardcore-Szene nur als Sprung-Brett zu einem anderen Publikum missbrauchen. I say fuck these bands. Wir spielen Hardcore, weil wir ihn lieben und nicht um reich und berühmt zu werden.“

Die neue MCD der Band wird nach Fred Hardcore-lastiger ausfallen: „Mit dem neuen Material kehren wir in Richtung unserer Wurzeln zurück. In den letzten Wochen haben wir häufig Agnostic Front’s ”One Voice“ gehört und das hat uns maßgeblich beeinflusst. Wir wollen zwar hart und heavy bleiben, aber gleichzeitig auch neue Wege gehen.“

A DEATH FOR EVERY SIN sind eine sehr bodenständige und direkte Band, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Das wird schnell deutlich, wenn man sich ihre Texte anschaut: „Unbedingt, wir sind echt. Es gibt keinen Bullshit. Jeder, der uns hört, wird das merken und verstehen, worum es uns geht. Wir verstellen uns nicht und nehmen unsere Musik sehr ernst.“ 1999 gründeten sich ADFES übrigens als Reaktion auf die stagnierende Szene in Kanada, die nicht mehr vorankam. Das hat sich geändert und derzeit erlebt das Land ein Revival klassischer Hardcore-Bands: „Die Kids haben einfach genug von diesem ganzen Post-Hardcore-Bullshit und besinnen sich auf ihre Roots. Das stärkt die Szene und eröffnet neue Möglichkeiten.“ Kürzlich spielten ADFES eine komplette US-Tour mit Terror (ex- Buried Alive) und The Promise (ex- Earth Crisis), die ebenfalls einige Shows mit Death Threat und Throwdown beinhaltete. A DEATH FOR EVERY SIN spielen zweifelsohne in einer Liga mit die genannten Bands, also verpasst ihre März-Tour nicht.
 
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