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Uneven Structure

Storie von: arne, am 21.11.2011 ]

UM DER MUSIK WILLEN. Es hat seine Gründe, dass UNEVEN STRUCTURE mit drei Gitarren antreten. Alle Tracks ihres „Februus“ entwickeln sich vielschichtig, mehrdeutig und unglaublich fein akzentuiert. Die Gruppe aus Metz experimentiert mit Stimmungen und Atmosphären und spielt sich jederzeit spannungsgeladen und mit hoher Intensität durch ihre Songs.

 
Im Feld technisch-vertrackten Prog-Metals mit Post-Rock-Kante wird das Septett alsbald für Furore sorgen. TESSERACT, PERIPHERY, MESHUGGAH und TEXTURES sind Referenzen, die es anzuführen gilt, um die Richtung abzustecken, der die Debütanten nachgehen. Die Franzosen haben seit ihrer Gründung vor drei Jahren an der Umsetzung ihres ersten Monumental-Konzeptes gewerkelt. Zeit und Konzentration investiert man gerne, um die ausladenden und vertrackten Ideen der Sound-Tüftler nachzuvollziehen: „Wenn man unter Prog versteht, dass man klassische Elemente eines bestehenden Genres nimmt, sich mit den zugrunde liegenden Regeln beschäftigt und so lange mit ihnen arbeitet, bis etwas Neues entstanden ist, sind wir Prog. Dieser Begriff fasst ganz gut zusammen, was wir tun; in jedem Fall besser als Djent,“ meint Gitarrist Igor, wobei Klampfenkollege Auré die Abgrenzung gegenüber traditionell ausgerichteten Spielart-Vertretern wichtig ist:

„Wenn ich Prog-Metal höre, denke ich an langhaarige Typen in eng sitzenden Lederklamotten und mit schlimmen Frisuren, die endlos auf der Gitarre herum schrammeln. In diese Kategorie fallen wir definitiv nicht.“ Die Differenzierung ist im Fall von UNEVEN STRUCTURE schnell herausgestellt, denn musikalisch bewegen sich die Franzosen in eigenen Bahnen: „Wir sind keine gewöhnliche Metal-Band,“ weiß auch Auré.


„Wir lieben unsere Songs und das, was wir tun, doch nebenher hören wir kaum Metal. Der Stil unserer Band ist weder ausgewiesen aggressiv noch poppig oder rockig. Wir schätzen die Freiheit, unseren Sound zu verändern und immer wieder neu zu definieren. Persönlich schien es mir zuletzt, als sei im Metal nicht mehr viel passiert. Es wurde zunehmend langweilig. Um wirklich originelle Bands zu finden, musste man lange suchen. Ich schätze vor allem diejenigen Gruppen, die Musik um der Kunst und Selbstverwirklichung wegen machen und nicht primär auf Image und Erfolg schauen. So halten wir es wenigstens. Wir folgen einer Vision, die sich von der anderer unterscheidet. So entsteht der Metal, den wir gerne häufiger hören würden.“

Die harte Aura von „Februus“ entspringt dabei häufig „nur“ den tiefen Growls. Musikalisch bleiben UNEVEN STRUCTURE gerne sphärisch und nutzen die heftigen oder gar extremen Passagen sehr bewusst zur Kontrastierung und Anreicherung der Dramaturgie: „Unser Metal erlaubt es uns, all das zusammen zu bringen, was uns wichtig ist: Groove, Schwere, neue Ideen und die Verweigerung, die gewohnten Muster zu bedienen,“ erklärt Gitarrist Igor. „Darüber hinaus kümmern wir uns aber auch um Aspekte jenseits der Musik, wie um das Artwork und unsere Videos. So fordern wir uns zusätzlich in anderen Bereichen heraus, vermeiden Routinen und steigern unsere Motivation.“

 
 Links:
  facebook.com/unevenstructure
 
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