Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1770

Such A Surge

Interview von: Janick mit Olli, am: 02.02.2003 ]

"Rotlicht" heißt der neue Output der sympatischen Braunschweiger. Hierbei handelt es sich nicht einfach nur um ein weiteres Such A Surge Studio-Album, denn im SURGE Camp gab es einige Veränderungen zu verzeichnen, die für meinen Geschmack aber sehr positiv ausgefallen sind. Die Jungs zeigen sich deutlich gereift und legen ihr bis dato bestes Album vor. Grund genug einige Fragen auf den Weg nach Braunschweig zu schicken....

 

Musicscan:Was war der Grund das Album "Rotlicht" zu nennen? Was steckt dahinter bzw. gibt es eine tiefere Bedeutung?

Such A Surge: Gerade die vielen Interpretationsmöglichkeiten haben uns an dem Titel gefallen. Ich will das jetzt nicht kaputt machen indem ich es erkläre. Sorry... Es ist auch nur ein Albumtitel, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben uns schon was dabei gedacht, aber sollen sich doch die Leute selber fragen, was der Titel bedeutet... sie werden sich selbst die Antwort suchen und es wird auch in jedem Fall die Richtige sein.

Musicscan: Auf "Rotlicht" gibt es einige Neuerungen. Die Auffälligste ist, daß ihr komplett auf englische und französische Texte verzichtet habt. Wie kam es zu diesem Entschluss?

Such A Surge: Es kam halt so... Ich habe bei meiner Soloplatte festgestellt, dass ich mich am Besten in meiner Muttersprache ausdrücken kann und so habe ich eben automatisch nur deutsche Texte geschrieben. Sicher werden wir auch wieder mal Songs in den beiden anderen Sprachen schreiben wenn uns danach ist.

Musicscan: Die Texte sind persönlicher Natur, war dies vielleicht ein ausschlaggebender Grund nur auf deutsch zu singen?

Such A Surge: Nein, nicht unbedingt. Es kam einfach so... aber du hast Recht. Mir gefällt das persönlich auf Deutsch. Es ist halt noch mehr ein Strip als in einer anderen Sprache, hinter der man sich vielleicht noch verstecken kann.

Musicscan: Dieses Mal seid ihr auch für die Produktion verantwortlich (mit Unterstützung von Jem und Wolgang Stach). Seid ihr mit dem Resultat zufrieden oder gibt es etwas was ihr im nachhinein geändert oder vielleicht anders gemacht hättet?

Such A Surge: Nein wir finden das neue Album nach wie vor super. Die Frage ist auch, ob das die Mitarbeit eines Produzenten ausschließen würde. Wir waren uns eigentlich fast immer schon lange im Vorfeld sicher wie unsere Platten klingen sollen. Wir haben es halt dieses Mal selber gemacht, obwohl der Einfluss von Jem bei der Platte nicht zu unterschätzen ist. Es bleibt zum Schluss nur ein Name, der dann hinten auf dem Cover steht. Wir haben bei Rotlicht darauf keinen Wert gelegt, wer der Produzent oder Engineer ist oder was es da sonst noch so gibt. Wir haben die Platte zusammen mit einigen Freunden gemacht und konnten daher auf solche Titel verzichten. Eigentlich war alles so wie es immer war, nur das eben jetzt auf der Platte steht, wir hätte selber produziert.

Musicscan: Wie kam es zum Entschuss selbst zu produzieren? War es einfach nur an der Zeit, weil ihr genügend Erfahrung im Laufe der Jahre gesammelt habt oder liegt der Grund einfach darin, daß ihr selbst am Besten wißt wie SUCH A SURGE klingen muss?

Such A Surge: Ja genau !

Musicscan: Das besondere an SUCH A SURGE ist wohl auch, daß ihr die Texte und die Musik alle zusammen schreibt, d.h. es gibt keinen Bandleader oder einen einzelnen kreativen Kopf. Wie muss man sich das vorstellen; wird dann alles solange diskutiert bis alle damit einverstanden sind ;-) ?

Such A Surge: Ja so ähnlich... es ist zwar nicht so, dass z.B. Antek unser Schlagzeuger jetzt Texte schreibt, die ich dann singe, aber mitreden tun alle. Wir tauschen uns halt aus und man will ja auch mal ein Feedback zu den Sachen bekommen. Ich denke, man kann sagen, dass jeder von uns seine Zutaten mitbringt. Gekocht und gegessen wird dann aber natürlich zusammen.

Musicscan: Wie lange habt ihr am neuen Album gearbeitet?

Such A Surge: Wir haben in ca 6 Wochen die Songs im Studio geschrieben und dann etwa weitere 7 Wochen mit den Aufnahmen verbracht. Wir haben im Gegensatz zu den anderen Platten dieses Mal die Songs im Studio geschrieben, weil wir das mal ausprobieren wollten. Es war sehr gut so, denn wir haben festgestellt, dass wir dort viel konzentrierter sind als im Übungsraum.

Musicscan: Ihr seid jetzt über 10 Jahre dabei und ihr kommt Live immer fett rüber. Habt ihr schon mal über ein Live Album nachgedacht?

Such A Surge: Ja das haben wir. Ich denke jedoch, dass es sehr schwer ist, diese geilen Momente auf eine Scheibe zu bringen. Wir haben schon viele Live aufnahmen gemacht und waren immer unzufrieden damit und das ist sicher der Grund warum es noch kein Live Album von uns gegeben hat. Es ist halt nie das Gleiche als wirklich dabei zu sein, wenn wir in einem viel zu heißen Club spielen und der Schweiß von der Wand tropft.

Musicscan: Ist das Jahr 2003 komplett nur SUCH A SURGE angesagt oder gibt es auch was Neues aus den einzelnen Nebenprojekten bzw. ab wann gibt es z.B. neues Futter von Pain In The Ass?

Such A Surge: Mal sehen... ich denke aber, dass wir mit Surge und den vielen Konzerten, die wir hoffentlich spielen werden zu wenig Zeit haben, um groß an den Solo- oder Sideprojekten zu arbeiten.

Musicscan: Ihr werdet ja oft einfach in die Crossover Schublade gesteckt bzw. darauf reduziert. Geht euch diese ganze Schubladendenkerei nicht manchmal auf den Sack? Zumal sie bei euch ja sowieso nicht anzuwenden ist.

Such A Surge: Das ist uns im Laufe der Jahre egal geworden. Das könnt ihr, die Presse machen wie ihr wollt. Wir haben nichts dagegen, dass man es Crossover oder New Metal oder meinetwegen Indie nennt was wir machen. Es ist nur ein Etikett. Wir selbst sprechen nicht davon, dass wir einen bestimmten Stil haben und wir zählen uns auch nicht zu irgendeiner Szene oder sagen wir wären in einer bestimmten Musikrichtung zuhause.

Musicscan: Mal angenommen, ihr bekommt 1 Million EUR für soziale Zwecke bzw. wohltätige Organisationen zur Verfügung gestellt, wen oder was würdet ihr damit unterstützen?

Such A Surge: Wenn wir das Geld wirklich hätten und benutzen dürften, würden wir uns sicher mehr Zeit nehmen genauer zu überlegen was sinnvoll wäre, als jetzt bei diesem Interview. Vielleicht einer Umweltorganisation? Oder einem Projekt, das sich für Kriegsopfer einsetzt? Vielleicht auch für die Krebsforschung? Vielleicht sogar würden wir es amerikanischen Soldaten im Irak anbieten, damit sie Fahnenflüchtig werden und wieder nach Hause fliegen, um die Probleme im eigenen Land zu lösen. Es dreht sich doch sowieso für alle immer nur um Geld oder? Es gäbe so viele Möglichkeiten... das kann ich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln.

Musicscan: Zum Schluß gibt es noch etwas, daß ihr loswerden wollt?

Such A Surge: Nein danke...

 
 Links:
  S A S Bandsite
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  Atavistik Death Pose
  Novelists Fr
  Our Mirage
  Pray For Sound
  Spectres

Interviews/Stories:

  Hollywood Undead
  Spoil Engine
  Une Misere

Shows:

  28.02. Ray Wilson - Freiburg
  28.02. Make Them Suffer - Karlsruhe
  28.02. Spiritbox - Karlsruhe
  28.02. Polar - Karlsruhe
  28.02. The Deadnotes - Bremen