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Rose Funeral

Storie von: arne, am 04.10.2011 ]

UNITY-GEDANKEN IM BRUTALO-DEATH. Die Zersplitterung des Extrem-Undergrounds ist ROSE FUNERAL ein Dorn im Auge, also tragen sie ihren Teil dazu bei, Barrieren abzubauen und unterschiedliche Hörergruppen auf sich zu vereinen. „Gates Of Punishment“, das Zweitwerk des Trios aus Cincinnati, entwickelt sich ebenso extrem und heftig wie ausbalanciert und partiell melodisch.

 
Der Schlüssel zum Verständnis des Sounds der Metal Blade-Kombo liegt in der musikalischen Sozialisation von Frontmann und Songwriter Ryan Gardner: „Meine Mutter ist schuld und hat mich früh mit dem Heavy Metal in Verbindung gebracht. Sie hörte Sachen wie AC/DC, METALLICA und KISS. Diese Bands waren der Soundtrack meiner Kindheit. Als Jugendlicher fing ich dann an, mich für schnellere und extremere Gruppen zu interessieren. Das ist bis heute so geblieben, auch wenn ich seit einiger Zeit vor allem auf House abfahre, so verrückt das jetzt auch klingen mag. Ich bin aufgeschlossen und höre so viel Musik, wie ich kann. Das umfasst neben Metal auch Pop, Punk, Klassik, Ambient, Dance etc.. Mit ROSE FUNERAL spielen wir aber ausschließlich angepisste Songs, zu denen man seine Einrichtung in Trümmer legen kann. So soll es auch sein, denn wir wollen, dass auf unseren Konzerten eine Menge los ist und die Leute auf uns abgehen.“

Der Sänger und Gitarrist trauert der Zeit nach, in der die Metal-Community füreinander einstand, das Internet als Kanal der Beeinflussung noch keine Rolle spielte und die Hörer nicht engstirnig nach Stilen differenzierten: „Als ich die harte Musik für mich entdeckte, gab es noch keine zersplitterten Szenen. Flyer kündigten Konzerte an, und jeder ist gekommen. Gemeinsam hatten wir Spaß und haben alle Bands abgefeiert, ob sie nun unserem Geschmack entsprachen oder nicht.


Heute mit den Internet-Foren und Blogs sind schon Konzert-Ankündigungen zu Kampfzonen verkommen. Den Konsens, die Metal-Szene am Leben zu halten, gibt es längst nicht mehr. Das ist traurig. Rock’n’Roll und gerade Metal stehen doch eigentlich für Rebellion und einen besonderen Freiraum, den es zu bewahren gilt. Ich persönlich schätze alle Spielarten des Metal und möchte auch unseren Sound als Ergebnis verschiedener Einflüsse verstanden wissen. Bei uns gibt es intensive, melodische, heftige und technische Passagen. Als was wir am Ende klassifiziert werden, kümmert uns nicht, solange die Leute auf uns reagieren.“

Das ist gesichert, wenn man sich „Gates Of Punishment“ anhört, das sich neben Platten von WHITECHAPEL, THE BLACK DAHLIA MURDER und MORBID ANGEL richtig gut macht: „Ich bin so ehrlich, einzugestehen, dass es andere Bands und ihre Alben sind, die mich anregen oder anspornen, neue Dinge auszuprobieren und andere Wege zu gehen,“ verrät Ryan Gardner. „Damit meine ich allerdings nicht, dass ich sie nachspiele oder imitiere, sondern dass ich von anderen auf Ideen für Breaks und Wendungen gebracht oder angestachelt werde, noch härter zu proben, um so gut zu werden, wie sie es schon sind.“ Mit dieser Attitüde und ihrem extremen Metal fahren ROSE FUNERAL richtig gut. Dabei schauen die Musiker aus Ohio über die eingefahrenen Strickmuster und Bahnen des Extrem-Undergrounds hinaus und sorgen so für den einen oder anderen Aha-Effekt.

 
 Links:
  facebook.com/rosefuneralmusic
 
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