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Fleshgod Apocalypse

Storie von: arne, am 08.08.2011 ]

EIN FEST FÜR DIE SINNE. Genau das ist „Agony“, der zweite Longplayer von FLESHGOD APOCALYPSE aus Perugia. Das Quartett inszeniert seinen variantenreichen Extrem-Sound zwischen Tech-Metal, Melo Death-Avancen und vielfältigen Neo-Klassik-Zitaten. Die Italiener wollen mit ihren Songs polarisieren und heftige Reaktionen hervorrufen, anstatt in der konturlosen Masse unter zu gehen. Entsprechend zelebrieren die Musiker ihre Eigenarten und fordern sich und ihren Hörern einiges ab.

 
Der Umgang mit dem Nuclear Blast-Einstand der Gruppe fällt aus diesem Grund nicht leicht. Hat man sich jedoch erst einmal zum besonderen Metal-Verständnis von FLESHGOD APOCALYPSE vorgearbeitet, kann man ihrem kompromisslosen Wirbeln eine Menge abgewinnen: „Von Beginn an ist es unser Ziel gewesen, Death Metal mit klassischen Einflüssen zu verbinden,“ erzählt Gitarrist Cristiano. „Für uns muss auch der Metal wie eine Symphonie klingen, und „Agony“ bringt uns einen Schritt näher an dieses Ziel heran. Wenn man eine klassische Symphonie hört, durchlebt man unterschiedlichste Gefühlszustände und es braucht Zeit, zu verstehen, worum es eigentlich geht. Wenn es dann Klick macht, stellt man fest, dass man als Hörer im Zentrum der Musik steht und sie einen auf vielfältige Weise umgibt. So etwas wollen wir auch mit unseren Songs erschaffen.“

Die italienische Band agiert mit unbändiger Härte und niemals nachlassendem Druck. Gleichzeitig sind FLESHGOD APOCALYPSE jedoch auf krude Eingängigkeit und songdienliche Frickelei bedacht. Die neo-klassischen Zitate und epischen Passagen unterstreichen indes den scheuklappenfreien Bandansatz und das gegebene Nerd-Potenzial, das nicht von ungefähr kommt:



„Damit wir als Musiker und Komponisten wachsen und uns entwickeln können, beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichsten Stilen und saugen möglichst viel Musik auf,“ verrät der Gitarrist. „Je mehr wir hören, desto eher verstehen wir die Grundzüge der Musik und wie sie wirkt. Das macht es einfacher, zu erkennen, welche Art von Musik wir selbst machen wollen. Die schwierige Aufgabe schließt sich allerdings erst an. Dann heißt es, sowohl mit dem eigenen Instrument intensiv zu proben, als auch mit der Gruppe voran zu kommen. Wir befinden uns heute in der komfortablen Lage, dass wir all das, was uns einfällt, auch umsetzen können. Der kreative Prozess ist zwar kein Selbstläufer, doch es beruhigt, zu wissen, dass es funktionieren wird und wir alle Ideen zum Leben erwecken können.“

Dabei steht eines fest – diese Band agiert mal wirklich rücksichtslos und extrem, und alle Tracks von „Agony“ nehmen ein wahnwitziges Geschwindigkeitslevel, das alsbald zu einem Fest der Sinne wird: „Ich würde es wie folgt beschreiben,“ meint Christiano. „Das Album fasst all die schlimmen Dinge, die Menschen sich gegenseitig antun können, in Form einer Death Metal-Symphonie zusammen, die eine Reise gegen das Vergessen ist und in den tiefsten Schmerz der Menschheit vordringt.“ Seid Ihr mutig genug, Euch auf „Agony“ und FLESHGOD APOCALYPSE einzulassen?

 
 Links:
  myspace.com/fleshgodapocalypse
 
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