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Trivium

Storie von: arne, am 13.07.2011 ]

Große Platten werfen ihre Schatten voraus, und „In Waves“ von TRIVIUM zählt zweifellos in diese Kategorie. Drei Jahre nach „Shogun“ veröffentlicht das Quartett aus Orlando, Florida seinen fünften Longplayer, mit dem es seine Anwartschaft auf den Thrash-Thron neuerlich untermauert. Bandkopf Matt Heafy & Co. treten mit der altbekannten Gemengelage aus viel Thrash, etwas Death und marginalen Hardcore-Zitaten an und erschaffen Metal-Hymnen, die ebenso zeitlos wie großartig sind.

 
Dieses Fazit ist schon auf Basis der ungemasterten Album-Version zu ziehen. „In Waves“ markiert die triumphale Rückkehr einer der potentesten jungen Metal-Kombos der Gegenwart. Der Sänger und Gitarrist gibt sich gewohnt bescheiden und fasst den Songwriting-Prozess wie folgt zusammen: „Wir haben der Kreativität freien Lauf gelassen und geschaut, wohin uns das führt. Wir lieben es, auf Entdeckungsreise zu gehen und neue Sachen auszuprobieren. Die Songs schreiben wir zuallererst für uns selbst. Wir sind bestrebt, uns selbst heraus zu fordern und uns zufrieden zu stellen. Da die Ansprüche mit der Zeit wachsen, wird die Aufgabe zusehends schwerer. Andererseits ist es umso erfüllender, wenn man eine Platte erschafft, von der man vollends überzeugt ist. Dann stehen die Chancen gut, dass auch die Fans sie lieben werden. Hinsichtlich „In Waves“ habe ich ein mehr als gutes Gefühl.“

Das ist wenig verwunderlich, wenn man die spannungsgeladenen, jedoch stets eingängigen neuen Tracks von TRIVIUM hört: „Es gibt kein Spezifikum, das ich benennen könnte, das darüber entscheidet, ob ich einen Song mag oder nicht,“ sagt Matt. „Es gibt jedoch ein abstraktes Qualitätslevel, auf dem die Wirkung von Musik unabhängig von ihrem Stil einsetzt. Dieses zu erreichen, ist unser Ziel gewesen. Wenn man es ehrlich diskutiert, hat es alle Kombinationen und Ansätze in der einen oder anderen Form bereits gegeben. Fraglich ist allenfalls, wie konsequent sie ausgearbeitet worden sind. Wenn man kreativ ist, kombiniert man seine Ideen automatisch mit den Sounds, die man kennt und die einen geprägt haben. Daran ist nichts auszusetzen. Man muss jedoch versuchen, eine eigene Handschrift zu entwickeln und mit dem Songwriting auf das allgemeingültige Level zu kommen. Unabhängig davon finde ich es spannend, zu sehen, welch unterschiedliche Sounds und Platten Musiker aus denselben


Ursprüngen und mit derselben Studio-Technik erschaffen. Mit TRIVIUM bieten wir unsere Vision dynamischen Metals an.“

Bezüglich der thematischen Anlage des Albums hüllt sich Matt Heafy noch in Schweigen, doch auch hier zielt er auf Allgemeingültigkeit ab: „Zum Konzept möchte ich derzeit noch nichts verraten, aber in der Auslegung wird es weder ein Richtig noch ein Falsch geben. Jedem Hörer steht es frei, aus seinen Eindrücken eigene Ableitungen zu treffen. Alle Songs und Texte sind sohl eingängig als auch hintergründig. Das ist das Ergebnis unserer Neuerfindung auf „In Waves“. Wir bieten mehr, als man erwartet, zwingen aber niemanden, sich intensiv mit uns beschäftigen zu müssen.“ So ist es bei dem Quartett aus Florida schon immer gewesen, und die Musiker stellen sich selbst vor jeder neuen Platte kritisch auf den Prüfstand:

„Wir sind uns darüber einig, dass nichts als gegeben anzusehen ist und wir unseren Sound mit jedem neuen Stück hinterfragen,“ so Heafy. „Uns stehen schließlich alle Möglichkeiten offen, und es liegt an uns, eine neue Richtung zu wählen und neue Sachen auszuprobieren. Dem gegenüber verschließen wir uns nicht. Wenn ich die neue Platte neben unsere Erwartung zu Beginn des Arbeitsprozesses lege, muss ich feststellen, dass sie nicht einmal ansatzweise zusammen passen. Es hat eine unglaubliche Eigendynamik eingesetzt, die uns exponentiell vorangebracht hat. Es ist unser erklärtes Ziel gewesen, viele Dinge zu verändern. Nicht zuletzt deshalb zog sich der Prozess über eineinhalb Jahre. Dass wir wieder stark polarisieren werden, ist eine Folge davon. Entweder mag man uns, oder nicht. Dazwischen gibt es nicht, und wir wissen, dass man nur dann für Aufsehen sorgt, wenn man etwas Massives veröffentlicht. Etwas, das anders ist und sich vom Mittelmaß deutlich absetzt. „In Waves“ ist genau eine solche Platte geworden.“

 
 Links:
  myspace.com/trivium
 
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