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Insense

Storie von: arne, am 10.07.2011 ]

Die Norweger veröffentlichen mit „Burn In Beautiful Fire“ ein Album, das bemerkenswert ist. Zwischen diversen Metal-Spielarten, Hardcore, Post- und Prog-Rock kreieren INSENSE atmosphärisch dichte Heavy-Sounds, die entlang nicht alltäglicher Schwerpunktverschiebungen und ganzheitlicher Experimentierfreude begeistern. Das Quartett aus Oslo schert sich keinen Deut um gängige Spielmuster oder offenkundige Inspirationsquellen; ist gedanklich und kompositorisch auf eigenen Pfaden unterwegs.

 
„Es ist unser Anspruch gewesen, ein kompaktes, in sich stimmiges Album zu erschaffen, das fesselt und eine eigene Klangwelt erschafft,“ sagt Gitarrist Martin Rygge. „Als wir ins Studio gingen, hatten wir 18 Tracks, die für die Platte in Frage kamen. Bei den Aufnahmen hat sich dann schnell heraus kristallisiert, dass nicht diejenigen die besten waren, die besonders krass oder bizarr waren. Wir sind sehr wählerisch gewesen, was Riffs und Spannungsbögen angeht und haben nur die besten Einfälle und Ideen für das Album berücksichtigt. Nur so konnte ein Werk wie „Burn In Beautiful Fire“ entstehen. Die Überprüfung unserer Arbeit war dabei denkbar simpel: Entweder war der komplette Song gut, oder er war es nicht und wurde verworfen. Individualität und transportiertes Gefühl waren die entscheidenden Kriterien. Die Platte sollte von Beginn bis Ende zusammen passen und eine besondere Aura transportieren. Endlich ist es uns gelungenen, unseren INSENSE-Sound über die volle Spielzeit auf dem uns bestmöglichen Niveau zu konservieren.“

Toughe Hardcore-Parts stehen in einem direkten Gegensatz zu clean besungenen, intensiv-atmosphärischen Rock-Passagen, sterilem Stakkato, melodischem Death, Streicher-unterlegter Epik, Heavy-Grooves und gelebter Metal-Tradition: „Wir sind von jeher Außenseiter gewesen, besonders hier Zuhause in Oslo,“ äußert sich der Gitarrist. „Abgesehen von Benea Reach und She Said Destroy gibt es hier in Norwegen keine Gruppen, die ähnlich unterwegs sind, doch auch sie haben es schwer, weil sie anders sind. Wir bezeugen Respekt vor unterschiedlichen Stilen und Einflüssen und erschaffen etwas, das neben dem Breitengschmack und das fern ab von Trends liegt. So finden wir eine eigene Identität. Musik ist für uns etwas Persönliches und Intimes, das Ausdruck unser innersten Gefühle und Emotionen ist.“


INSENSE laden mit den zehn Stücken von „Burn In Beautiful Fire“ zu einer aufwühlenden Achterbahnfahrt ein, die perfekt spiegelt, was die Musiker selbst erleben:

„Das Gefühl, einen spannungsgeladenen und für den Moment perfekten Song erschaffen zu haben, ist unglaublich. Ebenso erfüllend ist es, in Proben einfach nur sinnfrei zu moshen und Dampf abzulassen. Der Effekt, den die Musik auf mich ausübt, hat sich über die Jahre kaum verändert,“ so Martin. „Für den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gilt Dasselbe. Nur den Rock-Star-Traum gibt es längst nicht mehr. Dafür sind wir wählerischer geworden, was unsere Musik anbelangt. Unsere Ansprüche sind gewachsen, weil wir wissen, dass wir längst mehr können als früher. Wir geben uns nicht zu schnell zufrieden. Die Messlatte dessen, was wir als gut bewerten, steigt beständig an.“ INSENSE agieren jederzeit vorwärts gerichtet, entdeckungsfreudig und niemals antizipierbar. Kein Wunder, dass man sich an ihrem neuen Album nicht so schnell satt hört und viele Nuancen erst mit der Zeit wahrnimmt:

„Wir werden nie die Härtesten, Schnellsten oder Extremsten sein – wollen das auch gar nicht,“ so Martin Rygge. „Für uns stehen das ganzheitliche Songwriting und die verbindenden Gefühle im Vordergrund. Es geht uns um Stimmungen und die Atmosphäre. Deshalb erhalten wir immer wieder Feedback von unerwarteter Seite. Etwa von Leuten, die mit Metal sonst gar nichts anfangen können und INSENSE dennoch sehr schätzen. Leute, die Metal ablehnen oder gar hassen, kann ich natürlich nicht verstehen, aber gerade sie zu überzeugen, bedeutet noch einmal mehr. Weshalb wir ganz unterschiedliche Hörer auf uns vereinen, wollen wir gar nicht ergründen. Wir freuen uns darüber, weil es belegt, dass unsere Songs einfach gut sind und mit ihrer übergeordneten Qualität überzeugen. Ein größeres Kompliment gibt es nicht.“

 
 Links:
  myspace.com/insense
 
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