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Without Words

Storie von: arne, am 10.04.2011 ]

Trotz zweier Alben, „Welcome To The New World“ von 2005 und das 2009er „Symptoms Of Suffocation“, sind WITHOUT WORDS aus dem thüringischen Königsee noch längst keine einschlägig etablierte Band. Dabei ist das MetalCore-Outlet bereits seit 2003 aktiv und zeigt sich auch live kontinuierlich präsent. Mit einem neuen 3-Track-Demo befindet sich das Quintett aktuell auf Labelsuche, um nicht auch das Drittwerk in Eigenregie zu veröffentlichen.

 
„Das Hauptproblem ist, das sämtliche moderne Musik im Metal-Bereich, die nicht altbekannten Genres zugeordnet werden kann, sofort zu MetalCore gemacht wird,“ weiß Gitarrist Hagen aus eigener Erfahrung die Schwierigkeiten im Umgang mit Gruppen wie WITHOUT WORDS zu benennen. „Darauf hin wird viel hinein interpretiert, was MetalCore ausmacht und wie dieser klingen muss. Es tritt also wieder das typische Problem des Schubladen-Denkens auf. Wir persönlich versuchen nicht zwangsweise, auf dieses Genre hinzuarbeiten, sondern in unseren Songs klassische und altbewährte Elemente aus Heavy-, Melodic Death- und Thrash-Metal mit modernen Aspekten aus dem Hardcore zu verbinden. Und dass dabei ein Genre entsteht, das als „astreiner MetalCore“ bezeichnet werden kann, ist für uns absolut nebensächlich und unserer Meinung nach auch keineswegs verwerflich. Man darf sich von diesem Begriff nicht abschrecken lassen und auch nicht versuchen, alle Bands über einen Kamm zu scheren. Denn gerade in diesem modernen Genre kann jede Truppe ihren ganz individuellen Sound kreieren. Die Stop-Taste kann man ja jederzeit drücken, wenn es dann doch nicht gefällt.“

Hinsichtlich der eigenen Anstrengungen in Richtung Verbreitungsgrad zeigt sich der Gitarrist selbstkritisch, denn Internet-Suchen bringen bezüglich WITHOUT WORDS nur wenige Ergebnisse zutage: „Mit Sicherheit haben wir in Punkto Promotion noch längst nicht alle Register gezogen. Allerdings gibt es tausende von Bands, die in jedem Internet-Portal zu finden sind, Unmengen von Videos online gestellt haben und deren Bekanntheitsgrad dennoch in Frage gestellt werden kann. Uns ist es wichtiger, bereits einen treuen Fankreis sowohl regional als auch überregional aufgebaut zu haben, den wir beständig erweitern. Die anstehende UK-Tour im April, die wir selbst planen, soll dazu beitragen, das auszubauen.“


In der Zeit seit 2003 haben die Ostdeutschen zu einem stimmigen Sound zwischen MetalCore und modernem Metal mit Clean-Gesang gefunden. Wer sich als Hörer in diesem Spannungsfeld bewegt, wird das spritzig-melodische Treiben von WITHOUT WORDS zu schätzen wissen: „Die größte Herausforderung, der man gegenübersteht, besteht darin, ohne professionelle Hilfe an große Shows und Konzerte mit namhaften Headlinern heranzukommen, da diese oftmals schon mit Support-Bands ausgelastet sind und zusätzlich mit einer Flut von Anfragen zu kämpfen haben,“ weiß Hagen. „Erstaunlicherweise ist das Feedback des Publikums mit unterschiedlichsten musikalischen Vorlieben auf unseren Konzerten durchweg sehr lobend. Sowohl junge Kids als auch alteingesessene Langhaar-Metaller in Kutte und Leder lassen nach den Shows immer wieder hören: „Ey, das war ja mal total geil!“ Positive Resonanz ist also durchaus gegeben. Viele Vorurteile von sogenannten richtigen Metallern haben sich nach dem Live-Eindruck verflüchtigt.“

Der anhaltende Erfolg von Gruppen wie The Sorrow, Killswitch Engage, All That Remains und Heaven Shall Burn belegt, dass es nach wie vor viele Fans zwischen MetalCore und modernem Metal gibt. Warum sollen nicht auch WITHOUT WORDS davon profitieren? Acht Jahre Band-Karriere stehen schließlich als Beweis, dass es die Thüringer ernst meinen: „Die Stärken unseres Sounds liegen unserer Meinung nach besonders in der Symbiose aus der Härte der Riffs und der melodischen Vielfalt, welche auch bei Bands wie KSE herauszuhören ist. Dabei werden die Shouts immer wieder von Clean- Passagen untermalt und teilweise auch übermalt. Desweiteren sind die Riffs eine gelungene Mischung aus althergebrachten und modernen Elementen der Rock- und Metal- Sparte, wodurch die Songs einen abwechslungsreichen und aufgelockerten Charakter erhalten, was uns persönlich gut gefällt.“

 
 Links:
  myspace.com/withoutwordsmetalcore
 
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