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The Crown

Storie von: arne, am 29.11.2010 ]

TRIUMPHALE RÜCKKEHR. Welchen Stellenwert eine Band für ihre Spielart besitzt, fällt häufig erst dann auf, wenn sie nicht mehr ist. Als THE CROWN im Dezember 2009 ihre Reunion bekannt gaben, ging ein Raunen durch die Death Metal-Welt. Während der fünfjährigen Abwesenheit konnte keine Gruppe die Lücke schließen, die der Split gerissen hatte. Das Comeback-Werk „Doomsday King “ beweist eindrucksvoll, dass geradliniger, knackiger Death Metal auch heute noch vortrefflich funktioniert.

 
Die Schweden treten nahezu in Originalbesetzung an, haben mit Jonas Stålhammar (ex-GOD MACABRE) lediglich einen neuen Shouter in ihren Reihen, der einen souveränen Einstand verbucht und stimmgewaltig in den Kontext der knalligen Death-Salven passt. Das kompakt-brachiale „Doomsday King“ ist Gitarrist Marko Tervonen zufolge das Ergebnis der neuen Lockerheit, die dem Banddasein zugrunde liegt:

„Wir haben heute die Freiheit, uns voll und ganz auf THE CROWN zu konzentrieren, wenn uns danach ist, und das leben wir aus. Im Proberaum arbeiten wir fokussiert. Unnötiges Beiwerk gibt es bei uns längst nicht mehr – nur noch puren Death Metal. In den Jahren der Pause haben wir festgestellt, wie viel uns der Death Metal bedeutet. Natürlich könnte man ihn mit anderen Stilen kombinieren und rhythmisch anreichern, um ihn vermeintlich interessanter zu gestalten, so wie wir es in anderen Projekten und Gruppen tun. Im Kontext von THE CROWN ist für uns aber nur der direkte, harte Weg von Interesse. Meiner Meinung nach müssen sich Songs auf einer klassischen Death Metal-Scheibe nicht unbedingt stark voneinander unterscheiden. Es reicht, ein verbindendes Gefühl und vehemente Durchschlagskraft zu schaffen. Deshalb geht es auf dem Album um Leidenschaft und unverfälschte Brutalität.“ Mit einer Rückkehr der Band rechneten die Fans nach fünfjähriger Auszeit nicht mehr.


Die Schweden hatten das Kapitel THE CROWN eigentlich geschlossen und werkelten am Debüt der Nachfolge-Kombo. Dann kam alles anders, wie der Gitarrist verrät:

„Ursprünglich war eine Platte als DOBERMANN geplant. Diesen Namen hatten wir uns für unsere neue Gruppe gegeben. Doch als zehn Songs für ein erstes Album fertig waren, stellten wir fest, dass das Material so nach THE CROWN klang, das es keinen Sinn machte, es unter anderem Namen zu veröffentlichen. Es führte kein Weg daran vorbei, THE CROWN wiederzubeleben.“ Gesagt, getan. Veränderungen hat es beim Neustart allerdings gegeben:

„Wir agieren aus der komfortablen Situation heraus, weder einen Weltherrschaftsplan zu verfolgen noch von der Band leben zu müssen. In der Pause haben wir uns Familien und Existenzen jenseits der Musik aufgebaut, sind inzwischen alle Eltern und tragen neue Verantwortungen. THE CROWN sind nicht dazu da, das Brot auf unsere Teller zu bringen. Im Kontext der Band geben wir 100 Prozent, doch Musik und Familien müssen miteinander in Einklang stehen. Wir werden keine 200 oder mehr Shows im Jahr spielen und uns live vor allem auf Festivals konzentrieren. Das macht es für unser neues Label Century Media schwieriger, doch für uns haben wir so eine gute Lösung gefunden. Wir sind nicht mehr bereit, der Musik alles unterzuordnen, auch wenn sie ein wichtiger Teil unseres Lebens ist.“

 
 Links:
  myspace.com/thecrownonlineswe
 
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