Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1745

In This Moment

Storie von: arne, am 12.07.2010 ]

MODERNE HEAVY-HYMNEN DÜRFEN POPPIG SEIN. Dieser Auffassung sind wenigstens IN THIS MOMENT, die auch ihr neues Album „A Star-Crossed Wasteland“ im dynamisch und ausgewiesen eingängig inszenierten Spannungsfeld zwischen Metal, Rock und Pop entwickeln.

 
Es kommt auf die richtige Mischung an, und die hat das Quintett um Shouterin Maria Brink auf seinem Drittwerk gefunden. Von „The Dream“ haben die Kalifornier gelernt, dass man es mit der verträglichen Attitüde nicht übertreiben darf. Folgerichtig fällt „A Star-Crossed Wasteland“ wieder metallischer und kantiger aus: „Wir streben danach, die Songs zu schreiben, die bereits in uns sind und diese einfach hinauslassen,“ skizziert Gitarrist Chris Howorth den eigenen Songwriting-Ansatz:

„Natürlichkeit und Herzblut sind die Triebfedern unseres Sounds. Wir lieben es, zu spielen und hoffen, dass wir die Leute mit unseren Songs ansprechen und im Innersten bewegen. Und dass sie sich mit ihnen identifizieren können. Im Kontext von IN THIS MOMENT verstellen wir uns nicht. Wir sind allein wir selbst. Die Hörer erkennen das und wissen es zu schätzen. Bestimmte Themen kommen bei uns immer wieder und man kann sich an ihnen entlang hangeln – etwa am Motiv der schaurig-schönen Tragödie, dem Duell von Gut gegen Böse, Licht und Schatten oder dem Lichtschein am Ende des Tunnels. Diese und andere Themen bilden die Grundlage all unserer Stücke.“

Die Songs des Fünfers durchlaufen verschiedene Schwere- und Generalitätsgrade und formen in ihrem Zusammenspiel einen abwechslungsreichen Longplayer, der direkt ins Ohr geht: „All diese poppigen Chöre und Passagen stellen sich bei uns automatisch ein,“ weiß Chris. „Das müssen wir nicht erzwingen. Diese Parts sind ein wesentlicher Teil von IN THIS MOMENT,


was auch für die harten, schroffen Momente gilt. Am Ende kommt es auf die stimmige Mixtur der unterschiedlichen Elemente an und darauf, welches Feeling sie vermittelt. „A Star-Crossed Wasteland“ weist wieder sehr poppige Stellen auf, doch dieses Mal ist die metallische Kante mindestens ebenso wichtig.“

Dass der Rock-Mainstream für die Gruppe aus Los Angeles das Ziel ist, steht außer Frage. Diesen steuert das Quintett jedoch nicht zu plakativ und offensichtlich berechnend an. Die Musiker wählen einen nachvollziehbaren Weg, indem sie gleichberechtigt auf die kompakte, melodische Anlage ihres Materials und die Prägnanz der Heavy-Hymnen abstellen: „Um ehrlich zu sein, analysieren wir das, was wir tun, niemals intensiv,“ entgegnet der Gitarrist.

„Wir glauben an unsere Fähigkeiten und geben im Songwriting und bei den Aufnahmen stets unser Bestes. Jedes Stück repräsentiert das Maximum dessen, was uns zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich gewesen ist. Das nachträglich zu bewerten oder zu hinterfragen, blendet diesen Aspekt aus, weil wir als Persönlichkeiten und Musiker längst weitergegangen sind. Deshalb blicken wir vor allem voraus und nicht zurück.“

Balladen sind im Spannungsfeld zwischen Metal, Rock und Pop, wie es IN THIS MOMENT besetzen, als obligatorisch anzusehen, doch der Fünfer übertreibt es diesbezüglich nicht. Mit „A Star-Crossed Wasteland“ unterstreicht die Band aus Los Angeles vielmehr, dass sie noch einiges vor hat und erst jetzt so richtig warmläuft.

 
 Links:
  myspace.com/inthismoment
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  Suicide Silence
  Die My Demon
  He Is Legend
  The Offering
  Victims

Interviews/Stories:

  Crown The Empire
  Suicide Silence
  Polar

Shows:

  21.07. Skunk Anansie - Berlin
  23.07. Skunk Anansie - Dresden
  24.07. Skunk Anansie - Munchen