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Anima

Storie von: arne, am 04.03.2010 ]

Die in Nordhausen beheimateten ANIMA legen ihren zweiten Longplayer für Metal Blade vor. In Support von „The Daily Grind“ hat das Quintett den Live-Test glänzend gemeistert. Zunächst waren die Musiker mit Neaera und Aborted und später mit Sonic Syndicate, Callejon und Lay Down Rotten unterwegs. Kein Wunder, dass sich der Band-Sound zum neuen Longplayer hin akzentuierte und die Thüringer auf „Enter The Killzone“ noch effektiver wirbeln.

 
„Von unseren Touren kann ich nur Gutes berichten. Mir sind auch keine schlechten Reviews oder Ähnliches bekannt. Zwei Gigs stechen aber besonders hervor,“ sagt Gitarrist Andre Steinmann. „Das ist zum einen unser Auftritt beim Legacy-Fest. Nachdem die Mainstage in einem Sturm beschädigt wurde, warf man alle Pläne um. Die Spielzeit wurde gekürzt, die Reihenfolge geändert usw.. Draußen stürmte und regnete es heftig, was den Hangar bis in die letzte Ecke füllte. Das klingt erstmal positiv. Nach uns sollten Sodom das Schlachtfeld betreten, doch einige Fans wussten das nicht. Die dachten, Sodom seien an der Reihe, und dann kamen wir. Wir standen hunderten wütender Sodom-Fans gegenüber, die uns permanent den Mittelfinger zeigten, sich mit dem Rücken zu uns drehten und uns diverse Kommentare an den Kopf schmissen. Was soll ich dazu sagen? Wir haben auf die spärlichen Zugabe-Rufe aus der hintersten Reihe reagiert und voll durchgezogen. Ganz anders war es in Wien auf der Show, auf der Heaven Shall Burn ihre DVD aufgenommen. Wir betraten die Bühne und die ca. 2.000 Besucher tobten alle los, als das erste Lied begann. Das ganze Gasometer hat mit uns gefeiert und verlangte eine Zugabe nach der anderen. Das war echt klasse.“

Einheitliche Reaktionen auf das wilde Treiben von ANIMA gibt es ohnehin nicht: „Das, was wir zumeist beobachten, sind erstaunte Gesichter. Wenn wir nach den Auftritten vor dem Club stehen und mit Leuten ins Gespräch kommen, die uns nicht kannten, ist es immer interessant. Oft genug haben wir negative Kritiken bekommen, doch die nehmen wir den Leuten nicht übel. Jeder hat schließlich seinen eigenen Geschmack und man kann nie jedem gefallen. Da wir oft mit Bands ganz anderer Richtungen spielen, ist es auch schon vorgekommen, dass Leute kopfschüttelnd den Konzertraum verlassen haben. Da waren wir ihnen wohl eine Spur zu hart. Das passiert zumeist dann, wenn viele Beatdown-Bands auf dem Programm stehen.“ Das erklärt die beschriebenen Reaktionen,


denn ANIMA bemühen eine harsche Mischung aus Death Metal, Grindcore und Thrash Metal, die auf „Enter The Killzone“ neuerlich an Kollegen wie Annotations Of An Autopsy, Job For A Cowboy, War From A Harlots Mouth oder Through The Eyes Of The Dead erinnert:

„Da wir einige Breakdowns spielen, werden wir des Öfteren der Kategorie Mosh zugeordnet, was an sich kein Problem ist. Diese Sache ist nur, dass sich einige Hörer der traditionellen Metalszene an den so genannten Moshparts stören. Mit unserer Musik wollen wir jedoch alle Metalfans erreichen. Das ist für uns doppelt schwierig, denn optisch werden wir in die Schublade Hardcore gesteckt. Wir haben keine langen Haare, und auch das schreckt manche Metalfans ab. Glücklicherweise gelingt es uns häufig, die Leute auf unsere Seite zu ziehen. Wir sind ja noch eine relativ junge Band, insofern haben wir alle Möglichkeiten.“ Als Deathcore versteht der Gitarrist ANIMA nicht: „Ich finde dieses Label schwachsinnig. Entweder man macht Death Metal, Thrash Metal oder Hardcore. Für mich ist Deathcore nur ein Erkennungszeichen für moderne Bands. Man traut sich noch nicht, zu sagen, dass es Metal ist. Andererseits weiß jeder sofort, worum es geht. Deathcore hat sich als Stilbezeichnung schnell eingebürgert. Mit „Enter The Killzone“ sind wir mehr denn je in den Death-/Thrash-Bereich eingetreten. Wir sind schneller, technischer, verspielter und verrückter geworden. Durch mich ist auch ein Black Metal-Touch eingeflossen, der die Platte noch interessanter macht.“

Mehr Metal wollten ANIMA unbedingt sein: „Das war die oberste Maßgabe. Die Scheibe gleitet von vorn bis hinten sauber durch. Zum Auflockern des Gemetzels gibt es ,Blacknight’ und zum Ausklang ,XXXIII’; beide begleitet von Synthis, Effekten, Orchester und Samples. Wir haben darauf geachtet, dass alles gut zusammenpasst, und es ist geplant, dass man die Mähne schwingen kann. Auf prägnante Grooves und stampfigen Death Metal haben wir gesteigerten Wert gelegt.“

 
 Links:
  myspace.com/animamusic666
 
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