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Miseration

Storie von: Janick, am 01.01.2010 ]

Freunde direkten, angriffslustigen Death Metals kommen für MISERATION gerade recht. Die Schweden haben mit „The Mirroring Shadow” (Lifeforce) ein Zweitwerk erschaffen, dass keine Kompromisse kennt und gnadenlos wirbelt. Die eingängigen Momente des letztjährigen Debüts „Your Demons, Their Angels“ sind verschwunden. Fronter Christian Älvestam (ex-Scar Symmetry) und seine Mitstreiter setzen auf brutale Sounds, die eine Brücke zwischen Suffocation, Hate Eternal, Bloodbath und frühen In Flames schlagen.

 
„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, mit der zweiten Platte sowohl brutaler als auch technischer zu werden,“ fasst Gitarrist Marcus Bertilsson (auch The Weakening) den eigenen Ansatz zusammen. „Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Doch so rabiat wir auch sind, wir haben aufgepasst, es nicht zu übertreiben. Um Melodien kommt man auch als Death Metal-Band nicht herum, insbesondere in den Gitarren. Einige der Stücke weisen zudem traditionelle Chöre auf, die ebenfalls für gewisse Eingängigkeit sorgen. MISERATION sind jedoch purer, extremer Death Metal und klar von den frühen 90er Jahren beeinflusst. Auf Clean-Vocals haben wir dieses Mal völlig verzichtet; sie passten nicht länger zu uns.“

Es ist auffällig, dass sich viele skandinavische Kapellen wieder vermehrt auf die barschen und straighten Sounds der 90er zurück besinnen und kompakte, wütende Platten veröffentlichen: „Wichtig ist es, dass man eine gute Balance


zwischen Brutalität und technischem Anspruch findet. Kompositorische Klasse ist ebenso erforderlich wie Fertigkeiten auf den Instrumenten, die den alten Größen gerecht werden. Im Death Metal mit Sounds, wie wir sie spielen, ist man zwangsläufig dem Vergleich ausgesetzt. Dieser Situation muss man sich bewusst sein,“ so Marcus Bertilsson.

„Nimmt man die Herausforderung an, und bringt man die nötige Kreativität und richtige Einstellung mit, kann eigentlich nichts schief gehen.“ Die vielen anderen Bands und Projekte, in denen die Mitglieder von MISERATION aktiv sind, stellen diese Aussage nicht in Frage: „Wir alle sind Musiker, die eine Menge zu sagen haben. Eine einzige Band reicht gar nicht aus, um das alles heraus zu lassen. Solange es keine zeitlichen Probleme und stilistischen Überscheidungen gibt, kann es ewig so weiter gehen.“ Die rabiate Durchschlagskraft von „The Mirroring Shadow” gibt dem Gitarristen recht.

 
 Links:
  myspace.com/miseration
 
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